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Aus Alternativ-Grammatik
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Teilnehmer, die in der Regel ja doch durch die kritisierte Grammatikauffassung geprägt worden sind, müssten es akzeptieren, dass sie zunächst in Form eines Spiels mitmachen. Man muss nicht von vornherein sozusagen die theoretische Brücke zur Vergangenheit abgerissen haben. Man kann stattdessen das Mitwirken weniger verkrampft sehen: Wo die Ausführungen eines Moduls plausibel erscheinen, leistet jemand den Beitrag zu einer Einzelsprache. Ein »Bekenntnis« zum Gesamtkonzept ist damit nicht automatisch verbunden. Auszug aus 0.01 Über das Projekt: »Alternative Schulgrammatik«

Didaktische Anregung: Sprachunterricht selbst könnte den Ehrgeiz entwickeln, neue Beiträge zu verfassen oder bestehende zu prüfen, zu korrigieren. Nicht allein Philologen machen sich also Gedanken für Schüler. Sondern beide Gruppen werden gemeinsam aktiv: recherchieren, verfassen, achten auf theoretische Konsistenz mit den übrigen Modulen. - Projektarbeit ist allemal interessanter als die bloße Übernahme von Lehrbuchstoff.

Technik: SchülerInnen beherrschen meist schneller die Modi der Eingabe und Gestaltung. PädagogInnen können auf fachliche Schlüssigkeit achten. - So lernen beide Seiten voneinander. ;-)

Wer entspannend | spannend in Romanform auf viele Aspekte des
Sprachbewusstseins hingewiesen werden will, nehme zur Hand:
H-J Ortheil, Der Stift und das Papier. Roman einer Passion.
München 2015.




Zu Organisation, Durchführung, Ausrichtung der "Alternativ-Grammatik"





Den eigenen Augen/Ohren trauen, die Zeichen"körper" wahrnehmen - nicht immer gleich schon Bedeutungen ins Spiel bringen! - Wer sehen bzw. hören kann, kann mitreden. Diese Ebene wird in Grammatiken häufig vernachlässigt. Man traut den Sinnen nicht. Aber nur auf diesem Weg erreichen uns sprachliche Botschaften!





Wörtliche Bedeutung eines Satzes, Gedankens - welche Grundbegriffe und Strategien setzt unser Geist ein? Was ist eigentlich eine "Aussage", ein "Urteil", eine "Prädikation"? - Durchaus anspruchsvoll, was unsere Kognition da leistet. Eine völlig andere Ebene als die Ausdrucks-SYNTAX. Das sollte man mit einer methodisch klaren Unterscheidung auch berücksichtigen!













Bedeutung zweiter Teil: nach dem "Sagen" interessiert nun das "Meinen". Botschaften verschlüsselt (z.B. Metapher) oder gar nur implizit (gelenkte Anspielung) ausgesprochen. Menschliche Rede ist meist mehrschichtig: es gibt nicht nur "die" Bedeutung (im Singular), sondern mehrere Ebenen von Bedeutung. Die in der Semantik gelernten Begriffe gelten weiter, werden auf die Textebene angewendet.


Das Kapitel Pragmatik endet - abgesehen von den Hinweisen zu ganzen Literaturwerken in Ziff. 4.8 bzw. 4.9 - mit der Ziffer 4.7 Lesen lernen und Unterpunkten. Klingt etwas paradox - weil man ja dauernd schon liest. Aber dort wird erläutert, dass in der Regel auch Erwachsene, oft auch Pädagogen, für ein literarisch angemessenes Lesen noch einiges lernen und üben können.


Interessiertes Durchlesen der Alternativ-Grammatik allein wird in der Regel zu wenig sein. Vor allem wenn es um die Aktivierung der Gesichtspunkte in Ziff. 4.7 angesichts eines konkreten poetischen Textes geht.


Daher sei - ergänzend, weiterführend - hingewiesen auf unsere Jährliche Sommerakademie in Blaubeuren. Jeweils vor dem neuen Schuljahr beschäftigen sich Interessierte mit Texten/Bildern/Filmen unterschiedlichster Herkunft und Thematik und trainieren in entspannter Atmosphäre die sorgfältige Beschreibung dieser 'Objekte'. Die Beispiele reichen von biblischen Texten über moderne Gedichte bis zu Hollywood-Produktionen.


Grammatische Reflexion verbunden mit meditativen Elementen: Wortbedeutung genau angeschaut + kritische Revision + geistiger Freiraum für kulturelle Querverbindungen.





--- Über "Krach oder Grammatik?" hinausführende Gesichtspunkte ---












Nachklapp, hermeneutische Schlussreflexion: Wozu all die Anstrengung? In Sprache über Sprache nachdenken? Wozu das Nachdenken - genügt nicht das Sprechen? - Nein. Wie bewusst oder schludrig man mit Sprache umgeht, so macht man es auch mit sich, den Partnern, seinem Lebensbereich. "Aufmerksamkeit, Wachheit" können, müssen ein Leben lang geschult werden.





"Arbeitsnachweis", nach der Theorie ein Beispiel einer eigenen Textanalyse, bei der die obigen Gesichtspunkte zur Anwendung kamen. Auch sehr alte Texte können wieder zum Leben erweckt werden... Zugegeben: der Nachweis fällt überdimensioniert aus. Daher bitte das Inhaltsverzeichnis beachten: farbige Markierungen deuten auf allgemeinverständliche Passagen. (Die unmarkierten sind Nachträge zur wissenschaftliche Analyse). - Inzwischen werden auch Kurzversionen für unterschiedliche Interessen angeboten.





Erst spät eingerichtet (Mai 2012): Wir beginnen, Interpretationshinweise zu ganzen literarischen Werken zu liefern.

  • Nicht mit dem Anspruch, nun die definitiv 'richtige' Deutung zu bieten (zu Kafkas "Der Prozess" soll es 10.000 Deutungsversuche geben ... - das entmutigt zunächst mal).
  • Sehr wohl aber mit dem Bestreben, nur Textbeschreibungen, -deutungen zu integrieren, die die Sichtweisen der 'Alternativ-Grammatik' beachten bzw. die mit diesem Instrumentarium zugänglich sind. Das bezieht sich auf einzelne Begriffe ebenso wie auf die methodische Dreistufigkeit.



Erst Test-, Aufbauphase:
Ab Anfang 2015: Zu den oben genannten Theorie-Modulen, die ja auch schon reichlich mit anschaulichem Material versehen sind, können sukzessive didaktische Überlegungen/Materialien hinzugestellt werden. Sie führen wir als Ziff. 5. Aus den Theorie-Modulen heraus wird durch einen Button [Didakt] zum aktuellen Kapitel geleitet, wenn dort schon etwas eingetragen worden war. DIFFERENZIERUNG NACH ALTERSSTUFEN INNERHALB DER MODULE ANZEIGEN

Erfahrene PädagogInnen, die ihre selbst entworfenen Lehrma-
terialien zum Thema "Grammatik" mit anderen teilen wollen,
können diese als .PDF oder .doc / .docx senden an  
h.schweizer.moess@web.de. Die Materialien werden dann an 
passender Stelle eingebaut. Ein Anfang ist gemacht.
Vgl. Ziff. 5.121; 5.136; 5.1382.

5.0 Didaktik